Inspiration für die Osterbäckerei

In wenigen Tagen ist Ostern. Es ist noch nicht zu spät, zu diesem Anlass etwas hübsches zu backen! Hier ein bisschen Inspiration für alle Küchenkünstler und -künstlerinnen: 

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Cookies

125g weiche Butter
100g braunen Zucker
125g Zucker (ich verwende immer feinsten Zucker)
1 Ei
1 TL Vanillezucker
225g Mehl
1 TL Backpulver
knapp ½ TL Salz
100g grob gehackte dunkle Schokolade
75 g grob gehackte Haselnüsse

Weiche Butter, Zucker und Vanillezucker cremig verrühren. Das Ei kurz unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und dazusieben. Schokolade und Nüsse unterrühren und mit den Händen walnussgroße Kugeln formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und etwas plattdrücken. Genug Abstand lassen! Im vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober-/Unterhitze) zwischen 7 ("bloody") und 10 Minuten ("medium") backen. Dann werden sie schön soft, wie man sie in den USA isst. Lässt man sie 12 Minuten im Backofen, sind sie "well done" und entsprechen eher Schokokeksen, wie man sie in Deutschland backt... :-)

Die Cookies erst ein paar Minuten auf dem Blech ruhen lassen und dann erst auf ein Gitter setzen und dort auskühlen. Vorher sind sie noch zu weich.

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Pulla (finnisches Hefegebäck)

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Tapio und ich lieben Pulla, also finnisches Hefegebäck und würden es am liebsten jeden Tag essen. Das Rezept unten ist von meiner finnischen Schwiegermutter. Sie formt die Zimtschnecken aber anders, nämlich so. Da mir das aber nur selten so hübsch gelingt, habe ich dieses Mal eine andere, einfachere Art der Zubereitung ausprobiert. 

Zutaten für verdammt viele Zimtschnecken (kann man auch halbieren):

1/2 Liter Milch
150 g Zucker
1 gestrichener EL Kardamom (gemahlen)
2 Beutel Trockenhefe
2 Eier
1 TL Salz
200 g Butter
1 kg Mehl

zusätzlich:
ca. 150 g Butter - zimmerwarm und weich (nicht flüssig!)
Zimt und Zucker
Eigelb und Milch (oder Sahne)

Mehl in eine große Schüssel geben, Trockenhefe, Salz, Zucker, Kardamom dazu und alles gut vermischen. 200 g Butter in Stücken in die Milch geben und z.B. in der Mikrowelle erwärmen, bis die Butter schmilzt. Ggf. wieder abkühlen lassen, bis die Butter-Milch handwarm ist. Nicht wärmer, sonst geht die Hefe kaputt! Die Mischung und die Eier mit den Knethaken des Handrührers kräftig unter die Mehl-Mischung rühren, bis sich der Teig gut von der Schüssel löst. Gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat (ich decke die Schüssel mit einem sauberen Tuch ab und stelle ihn in den 50 Grad warmen, aber abgeschalteten Backofen). 

Den Teig in drei Portionen teilen und nacheinander verarbeiten. Jedes Teigstück zu einer Rolle formen und dann rechteckig ausrollen, max. 1 cm dick. Gleichmäßig mit 1/3 der weichen Butter bestreichen und großzügig mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Einfach nach Geschmack - ich hab's noch nie abgewogen. Von der langen Seite her so eng wie möglich aufrollen und dann mit einem Messer in 3-4 cm breite Streifen schneiden. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein gebuttertes, tiefes Backblech setzen und zwischen den Teigröllchen mindestens 2 cm Platz lassen. Wenn alle Röllchen verarbeitet sind, noch mal 20-30 Minuten gehen lassen. Ein Eigelb mit etwas Milch oder Sahne verrühren und die Oberfläche der Röllchen damit bestreichen Ofen auf 200 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen und die Röllchen ca. 25 Minuten backen. 

Am besten noch warm essen und in Milch tunken. Herrlich!

PS: Was man nicht am gleichen Tag ist, am besten sofort einfrieren. Die Zimtschnecken schmecken dann aufgetaut und kurz im Ofen erwärmt wie frisch gebacken.

 

Sommerrezept: Windbeutel mit Johannisbeeren

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Letztes Wochenende habe ich für besonders liebe Kaffeekränzchengäste Windbeutel gemacht. Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich schon seit vielen Jahren keinen Windbeutel mehr gegessen oder gebacken habe. Ein riesiger Fehler, wie ich feststellen musste... denn ein richtig frischer, luftiger, fruchtiger, duftender, sahniger Windbeutel ist so gut, dass man den ganzen Tag nichts anderes mehr essen möchte. 

Eigentlich sollten es Erdbeer-Windbeutel werden. Aber da ich keine appetitlichen Erdbeeren finden konnte, habe ich stattdessen Johannisbeeren gekauft. Eine ganz wunderbare Alternative! Das Rezept recht für ca. 10 Windbeutel.

Windbeutel (Brandteig)
70 g Butter
1 Prise Salz
2 TL Vanillezucker
120 g Mehl
30 g Speisestärke
2 Messespitzel Backpulver
5 Eier 

Füllung
geschlagene Sahne (ca. 250-350 ml)
was zum süßen (Vanillezucker, Zucker) 
ein paar TL Erdbeermarmelade (gut für den Geschmack und macht die Sahne schön rosa!
Johannisbeeren

Deko
Puderzucker

250 ml Wasser, Butter, Salz, Vanillezucker aufkochen und kurz vom Herd ziehen. Mehl und Stärke mischen und auf einmal dazu geben. Sofort mit einem Holzlöffel unterrühren. Wieder auf den Herd stellen und kräftig weiterrühren. Es sollte ein dicker, glatter Teigkloß ohne Klümpchen entstehen und nach ein paar Minuten abbrennen wird ein heller Belag auf dem Topfboden sichtbar. Teig kurz abkühlen lassen und dann nach und nach mit dem Kochlöffel die Eier unterrühren (immer erst ein neues Ei dazugeben, wenn das vorherige komplett untergerührt ist). Ist bei den ersten Eiern ein bisschen Arbeit! Der Teig sollte richtig schön glänzen und die Spitzen sollten am Löffel hängen bleiben. Das Backpulver zuletzt unter den kalten Teig rühren. 

Mit Esslöffeln oder einer großen Spritztülle Häufchen auf Backpapier setzen (Abstand!) und im heißen Ofen bei 200°C (Umluft 180°C) ca. 25 Minuten backen. Zwischendurch den Ofen nicht aufmachen. Die Windbeutel sollten schön aufgehen und hellbraun sein.

Sofort nach dem Backen auf ein Kuchenrost setzen, mit einer großen Küchenschere den Deckel abschneiden und diesen zum Abdampfen daneben legen. So bleiben die Windbeutel schon knusprig. Komplett auskühlen lassen. 

Für die Füllung die Sahne steif schlagen, Zucker und Marmelade unterrühren, abschmecken und gewaschene Johannisbeeren unterheben. Windbeutel erst kurz vor dem Servieren mit Sahne füllen und mit Puderzucker bestäuben. Lecker, lecker!

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Rhabarber-Käsekuchen

Es ist Frühling! Es ist Rhabarberzeit! Am Wochenende habe ich einen saftigen Rhabarber-Käsekuchen gebacken, den ich wirklich sehr weiterempfehlen kann. Das Originalrezept stammt aus der "Brigitte", ich habe es aber etwas abgewandelt. 

Den Mürbeteig bereite ich übrigens immer nach meinem Standardrezept zu, das kann sich wirklich jeder kinderleicht merken: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter (kalt, in kleinen Stückchen), 3 Teile Mehl. Dazu 1 Ei, 1 Prise Salz und eventuell etwas Vanille und Zitronenschale (schadet nie!).

Mürbeteig zum Auslegen einer runden Backform: 

60 g Zucker
120 g Butter (kalt, in kleinen Stückchen)
240 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
1/2 Pck. Vanillezucker
1 TL Zitronenschale

Mit Knethaken und Händen einen glatten Teig herstellen. Eine Stunde kalt stellen, rund ausrollen und in die Backform legen - dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Mit einer Gabel einstechen und gute 10 Minuten bei 200 Grad vorbacken. 

Quarkfüllung:
500 g Rhabarber (vorbereitet gewogen)
100 g  weiche Butter
160 g Zucker
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
3 Eier
500 g Quark (gemischt 20% und 40% Fett i.Tr.)
40 g Speisestärke
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
2 TL Backpulver

Den Rhabarber putzen, in 1-2 cm breite Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und mit 2-3 EL Zucker bestreuen. 15 Minuten Saft ziehen lassen. Eier trennen. Butter, Zucker und Eigelb verrühren, dann den Quark dazu. Stärke, Puddingpulver und Backpulver vermischen, auf die Quarkmasse sieben und unterrühren. Eiweiß steif schlagen und unterheben. Rhabarber mit einem Küchentuch etwas trocken tupfen und ebenfalls unterheben. Auf den vorgebackenen Mürbeteig streichen und bei 180 Grad eine Stunde backen. Nach 40 Minuten mit Alufolie abdecken, sonst wird er zu dunkel. 

Schnell ausprobieren, bevor der Frühling vorbei ist!! 

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Traummann zum selberbacken!

Wer ihn noch nicht gefunden hat, kann ihn sich jetzt einfach selberbacken: den Traummann! Im Webshop der Juchem Gruppe gibt es dazu die passenden Backmischungen inklusive Männer-Backform. Süße Idee, finde ich! Jetzt interessiert mich noch, ob die Kuchen auch Eigenschaften des jeweiligen Männertyps widerspiegeln... ist der frischgebackene Millionär Victor Schottermann auf dem Kuchenteller vielleicht doch etwas trocken und ein Stückchen vom Postar Nicky Popp besonders süß? ;-)

Hier geht's zu den Männer-Backmischungen im Juchem-Shop...

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Käsekuchen für Faule

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Kürzlich in einem neuseeländischen Supermarkt entdeckt: 

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Lieblingsschokoladenkuchen

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Für meine liebe Freundin Aniko ist ein Kuchen nur dann ein echter Kuchen, wenn Schokolade drin ist. Wenn ich ankündige “Ich bring Kuchen mit!”, reagiert sie mit “Oh, super! Was für einen?”. Lautet meine Antwort dann “Apfelkuchen”,  ernte ich Kopfschütteln. “Da ist ja Obst drin! Kannst du die Äpfel nicht mit Schokolade ersetzen?”. Klar, kann ich! Das geht dann so:

Karens Lieblingsschokoladenkuchen (für Aniko)

Zutaten:
200 g gute (!) Schokolade (mind. 70% Kakaogehalt) // geschmacklich tolle Variante: 100 g Schokolade (70%) und 100 g gute (!) Schokolade mit Orangen-, Espresso- oder Chiligeschmack mit hohem Kakaogehalt
200 g Butter
200 g Zucker
200 g abgezogene und frisch gemahlene Mandeln (nicht die aus der Tüte bitte – die haben schon zu viel Geschmack verloren...)
1/2 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker (kein Vanillin!)
1 Prise Salz
4 Eier
Ggf. 1-2 EL Mehl

Zubereitung:
Schokolade, Butter, Zucker über dem heißen Wasserbad schmelzen. Bisschen abkühlen lassen. Alle anderen Zutaten dazu (Eier zum Schluss) und kurz zusammenrühren. Wenn der Teig sehr flüssig ist (weil z.B. die Eier sehr groß waren) noch 1-2 EL drunterrühren. Den Boden einer runden Springform mit Backpapier auslegen und den Teig eingießen. Im heißen Backofen bei 160° Celsius (Umluft 140° C) nicht länger als 40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form komplett auskühlen lassen. Erst wenn er abgekühlt ist, kann man ihn schneiden (in der Mitte soll er noch feucht-klebrig sein – köstlich!). Dazu passt wunderbar etwas Vanilleeis, Mandeleis, Vanillesoße, halbsteif geschlagene Sahne...

Foto cc hartini http://www.flickr.com/photos/hartini/

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Süße Kindheitserinnerungen: Omis Quarkstollen

In der Vorweihnachtszeit gab es bei uns zu Hause immer selbstgebackenen, saftigen Quarkstollen. Am liebsten morgens zum Frühstück mit ein bisschen Butter – mmhhh. Problematisch in all den Kindheitsjahren: Mein großer Bruder mag keine Rosinen, meine Schwester kein Orangeat und Zitronat. Und meine Mutter befand sich in der Klemme: Backt sie etwas, was mein Bruder nicht mag (undenkbar!), backt sie etwas, was meine Schwester nicht isst (schon eher denkbar) oder backt sie einen Stollen “ohne alles”, der a) blass aussieht und b) nicht so gut schmeckt (eine unbefriedigende Lösung - da waren meine Mutter und ich uns einig). Diese Probleme gibt es zum Glück in meiner kleinen zweiköpfigen Familie nicht, also werde ich in ca. 10 Wochen den ersten vorweihnachtlichen Quarkstollen “mit allem” backen und zum Frühstück auftischen. Lecker!

Quarkstollen von meiner Omi Hertha aus Rendsburg

Zutaten:

1 Pfund Mehl
150 g Zucker
2 Eier
1/2 TL Salz
175 g Butter (kalt)
250 g Magerquark
30 g Orangeat (sehr fein gehackt)
30 g Zitronat (sehr fein gehackt)
250 g Rosinen
100 g gehackte Mandeln
1 Päckchen Backpulver
Zitronenschale
Vanillezucker
Kardamom

Zubereitung:

Trockene Zutaten auf eine Unterlage sieben, in eine Vertiefung Quark, Eier, Butter geben. Mit einem großen Messer so lange hacken, bis sich der Teig verbindet. Dann Rosinen, Zitronat und Orangeat dazu und kneten. Den Teig zu einem Stollen formen (oder in eine Stollenform drücken) und bei 180°C 50 Minuten backen. Mit Butter bepinseln und mit Puderzucker bestreuen.

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Süße Kindheitserinnerungen: Omis Apfelkuchen

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Meine Mutter hatte mit drei Kindern, einem Hund und einem parkähnlichen Garten meistens wenig Zeit und Muße, sich aufwendige oder neue Kuchenrezepte vorzunehmen. Inzwischen sind alle Kinder aus dem Haus, der Hund ist tot, der Garten nur noch halb so groß – aber damals wie heute hat sie tolle Apfelbäume und backt am allerliebsten diesen unkomplizierten, leckeren und einfachen Blechkuchen. Das Rezept stammt von meiner Oma Paula.

Zutaten:
Teig:
375 g Mehl
3/4 Päckchen Backpulver
100 g neutrales Öl und 100 g Butter
200 g Zucker
4 Eier
1 Prise Salz
evtl. etwas Zitrone und Vanille

Belag:
Säuerliche Äpfel (oder Rhabarber, Sauerkirschen, Stachelbeeren,...)

Streusel:
200 g Zucker
1 Eigelb
1 walnussgroßes Stück Butter (nicht zu kalt)
2 TL Mehl

Für den Teig die Butter und das Öl erwärmen, Salz und ggf. etwas Zitronenschale und Vanillezucker dazu. Zucker und Eier schaumig-fluffig rühren. Alles zusammen mit Mehl und Backpulver mischen und kurz verrühren. Auf ein Blech streichen. Äpfel schälen, entkernen und in Spalten oder Würfel schneiden. Auf dem Teig verteilen. Für die Streusel alle Zutaten in einer kleinen Schüssel mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten und über dem Belag verteilen. Bei 200°C ca. 25 Minuten backen.

Wenn mein großer Bruder mit am Kaffeetisch saß, gab’s immer auch Schlagsahne zum Kuchen (der Junge muss ja groß und stark werden...). Wunderbar!

Foto cc Martin LaBar http://www.flickr.com/photos/martinlabar/

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